Funktion einer Fräsmaschine und Aufbau
Funktion einer Fräsmaschine und Aufbau
Beim Fräsen rotiert das Werkzeug, während das Werkstück die Vorschubbewegung ausführt. Man kann damit plane Flächen, Nuten, Taschen und komplexe Konturen herstellen.
1. Aufbau der Fräsmaschine
- Maschinenbett & Ständer: Das tragende Element.
- Frässpindel: Nimmt das Werkzeug auf (oft Steilkegel SK40 oder SK50).
- Maschinentisch: Hier wird das Werkstück (z. B. im Schraubstock) gespannt. Er verfährt in X (Längs), Y (Quer) und Z (Höhe).
2. Die Fräsverfahren (Wichtig!)
Es gibt zwei Arten, wie sich Schneide und Werkstück zueinander bewegen.
A. Gegenlauffräsen (Standard konventionell)
- Die Schneide bewegt sich entgegen der Vorschubrichtung des Werkstücks.
- Effekt: Der Span beginnt bei Dicke "Null" und wird dicker. Die Schneide "rutscht" erst etwas (Reibung), bevor sie schneidet.
- Vorteil: Spielfreiheit der Tischspindel ist egal. Der Tisch wird "gebremst".
- Anwendung: Vorwiegend an konventionellen Maschinen (wg. Spindelspiel).
B. Gleichlauffräsen (Moderne Maschinen/CNC)
- Die Schneide bewegt sich mit der Vorschubrichtung.
- Effekt: Die Schneide hackt sofort ins volle Material (Dicke Späne zu Beginn).
- Vorteil: Bessere Oberfläche, geringerer Verschleiß.
- Gefahr: Zieht den Tisch in die Spindel hinein! Nur bei spielfreien Kugelgewindetrieben (Kugelgewindetrieb) erlaubt!
3. Werkzeuge
- Schaftfräser: Für Nuten und Taschen (schneidet auch unten).
- Messerkopf (Planfräser): Großer Durchmesser mit Wendeschneidplatten, für große Flächen.
- Winkelfräser/Radienfräser: Für spezielle Profile.
Siehe auch
- Sicherheit an Dreh- und Fräsmaschinen
- Kugelgewindetrieb (Warum Gleichlauf bei CNC geht)

