Grundoperationen Drehen
Grundoperationen Drehen
An der Drehmaschine gibt es verschiedene Standard-Verfahren, die man beherrschen muss.
1. Plandrehen (Planen)
- Ziel: Erzeugen einer ebenen Fläche am Ende des Werkstücks (stirnseitig).
- Vorgehen: Bewegung quer zur Achse (X-Richtung) von außen zur Mitte.
- Wichtig: Meißel muss exakt auf Spitzenhöhe (Mitte) stehen! Sonst bleibt in der Mitte ein "Butzen" (Zapfen) stehen.
2. Längsdrehen (Runddrehen)
- Ziel: Reduzieren des Durchmessers (Zylinder drehen).
- Vorgehen: Bewegung parallel zur Achse (Z-Richtung).
- Schruppen: Viel Material wegnehmen (große Zustellung).
- Schlichten: Letzter feiner Schnitt für Maßhaltigkeit und Oberfläche.
3. Zentrieren
- Ziel: Erstellen einer Senkung für die Reitstock-Spitze.
- Werkzeug: Zentrierbohrer (DIN 333).
- Wichtig: Hohe Drehzahl, wenig Vorschub! Zentrierbohrer brechen extrem leicht ab.
4. Ein- und Abstechen
- Einstechen: Nuten erzeugen (z. B. für Sicherungsringe).
- Abstechen: Das fertige Teil von der Stange trennen.
- Gefahr: Der Meißel ist sehr schmal und instabil.
- Drehzahl reduzieren (Vibration!).
- Viel Kühlschmierstoff!
- Meißel muss exakt
stehen.
5. Rändeln (Rändelfräsen / Rändeldrücken)
- Ziel: Griffige Oberfläche erzeugen (z. B. an Messschrauben).
- Drücken: Das Werkzeug drückt das Profil ins Material (hohe Belastung für die Maschine!).
- Fräsen: Das Werkzeug schneidet das Profil (besser für die Maschine, teureres Werkzeug).
Siehe auch
- Funktion der Drehmaschine und Aufbau(Oberschlitten für Kegel nutzen)
- Schnittdaten & Berechnung
- Spannmittel