Kernloch

Kernloch & Vorbohren

Bevor man ein Innengewinde schneiden kann, muss man ein Loch bohren. Dieses Loch muss exakt die richtige Größe haben.

  • Zu klein: Der Gewindebohrer klemmt und bricht ab (Teuer!).
  • Zu groß: Die Gewindegänge werden nicht voll ausgebildet (Gewinde reißt aus).

1. Die Faustformel (Metrisches Gewinde)

Wie berechnet man den Bohrer?

  • : Durchmesser des Bohrers.
  • : Das Gewinde (z. B. 8 bei M8).
  • : Die Steigung (Pitch).
Beispiel M8

Ein M8 Regelgewinde hat die Steigung 1,25 mm.
Praxis: Da es 6,75er Bohrer selten gibt, nimmt man 6,8 mm.

2. Tabelle (Die gängigsten Größen)

Diese Werte solltest du für die Prüfung im Kopf haben (oder wissen, wo sie im Tabellenbuch stehen).

Gewinde (M) Steigung () Kernlochbohrer ()
M3 0,5 2,5 mm
M4 0,7 3,3 mm
M5 0,8 4,2 mm
M6 1,0 5,0 mm
M8 1,25 6,8 mm
M10 1,5 8,5 mm
M12 1,75 10,2 mm
M16 2,0 14,0 mm
M20 2,5 17,5 mm

3. Der Arbeitsablauf

  1. Zentrieren: Damit der Bohrer nicht verläuft.
  2. Kernloch bohren: Mit der berechneten Größe (z. B. 6,8 mm).
  3. Senken (): Extrem wichtig!
    • Die Senkung muss etwas größer sein als das Gewinde (z. B. 8,5 mm bei M8).
    • Grund: Der Gewindebohrer schneidet besser an und der erste Gewindegang wird nicht als scharfer Grat hochgedrückt.
  4. Gewinde schneiden: Mit Windeisen oder Maschine (Schmiermittel nicht vergessen!).

Siehe auch