Messschieber

Der Messschieber (DIN 862)

Das universellste Messgerät in der Werkstatt.

1. Aufbau & Anwendung

Ein Standard-Messschieber hat vier Messmöglichkeiten:

  1. Außenmessung: Mit den großen Schnäbeln.
  2. Innenmessung: Mit den kleinen Schnäbeln (Kreuzschnäbel).
  3. Tiefenmessung: Mit der Tiefenmessstange am Ende.
  4. Stufenmessung: Mit der Rückseite des Kopfes.

2. Den Nonius ablesen (Analog)

Der Nonius ist die bewegliche Skala unten. Er "verstärkt" die Ablesegenauigkeit.

So liest man ab (Beispiel 1/10 mm):

  1. Ganze Millimeter: Wo steht der Nullstrich des Nonius? (Z. B. hinter der 24 24,xx mm).
  2. Nachkommastelle: Welcher Strich des Nonius deckt sich exakt mit einem Strich der Hauptskala? (Z. B. der 7. Strich 0,7 mm).
  3. Ergebnis: 24,7 mm.
Die Auflösungen
  • 1/10 (0,1 mm): 10 Teilstriche auf 9 mm Länge.
  • 1/20 (0,05 mm): 20 Teilstriche auf 19 mm oder 39 mm. (Standard in der Prüfung!).
  • 1/50 (0,02 mm): 50 Teilstriche auf 49 mm.

3. Fehlerquellen

  • Kippfehler: Den Messschieber nicht verkanten! (Kippen verfälscht das Maß).
  • Parallaxenfehler: Wenn man schräg auf den Nonius schaut, liest man den falschen Strich ab. Immer senkrecht draufschauen!
  • Druck: Zu festes Drücken verbiegt die Schnäbel leicht.

Siehe auch