Autogenschweißen
Autogenschweißen
Das klassische Verfahren mit der Flamme. Es braucht keinen Strom, nur Gasflaschen.
1. Die Gase
- Acetylen (Brenngas): Gelbe Flasche. Erzeugt die heißeste Flamme (3200°C).
- Achtung: Acetylen ist instabil! Darf nicht über 1,5 bar entnommen werden (Zerfallsgefahr).
- Sauerstoff: Blaue Flasche. Unterstützt die Verbrennung.
- Achtung: Ventile müssen öl- und fettfrei sein (Explosionsgefahr!).
2. Die Flammen-Einstellung
Das Verhältnis von Gas zu Sauerstoff entscheidet alles:
- Neutrale Flamme (1:1): Der helle Flammenkegel ist scharf abgegrenzt.
- Anwendung: Stahlschweißen (Standard).
- Oxidierende Flamme (Sauerstoff-Überschuss): Kurzer, zischender Kegel.
- Anwendung: Messing löten (vermeidet Zink-Ausdampfung). Bei Stahl führt es zu "verbrannter" Naht (Funkenregen).
- Acetylen-Überschuss: Langer, rußender Kegel.
- Anwendung: Aufkohlen der Oberfläche (selten).
3. Sicherheit (Rückschlag)
Wenn die Ausströmgeschwindigkeit geringer ist als die Zündgeschwindigkeit, schlägt die Flamme in den Brenner zurück!
- Pflicht: Gebrauchsstellenvorlagen (Rückschlagsicherungen) an den Flaschen oder am Brennergriff. Sie löschen die Flamme im Schlauch.
4. Brennschneiden
Mit dem Autogenbrenner kann man Stahl auch schneiden.
- Prinzip: Der Stahl wird auf Zündtemperatur erhitzt, dann bläst ein Strahl reinen Sauerstoffs ("Schneidsauerstoff") das Material weg (es verbrennt).
Aufbau
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