MAG-Schweißen (Metall-Aktivgasschweißen)
MAG-Schweißen (Metall-Aktivgasschweißen)
Das Arbeitspferd im Stahlbau. "Aktiv" bedeutet, dass das Gas chemisch mit dem Schmelzbad reagiert
1. Das Prinzip
Ein endloser Draht wird von einer Rolle geschoben und dient gleichzeitig als:
- Elektrode (Lichtbogenträger).
- Zusatzwerkstoff (füllt die Naht).
2. Das Gas ("Aktiv")
Man nutzt CO₂ (Kohlendioxid) oder Mischgase (Argon + CO₂/O₂).
- Warum Aktiv? Das CO₂ spaltet sich in der Hitze. Der Sauerstoff reagiert mit dem Eisen.
- Effekt: Dies sorgt für einen tieferen Einbrand (bessere Haltbarkeit) als reines Edelgas, erzeugt aber auch mehr Spritzer.
3. Betriebsarten (Lichtbogenarten)
Je nach Stromstärke ändert sich der Tropfenübergang:
- Kurzlichtbogen: Wenig Strom. Tropfen entsteht, berührt das Bad (Kurzschluss), reißt ab. (Für Dünnblech).
- Sprühlichtbogen: Viel Strom. Feine Tröpfchen sprühen ohne Kurzschluss hinüber. (Für Dickblech).
- Impulslichtbogen: Modern. Strom pulsiert, pro Impuls löst sich exakt ein Tropfen. (Spritzerfrei!).
4. Vor- und Nachteile
- ✅ Hohe Abschmelzleistung (schnell).
- ✅ Tiefer Einbrand.
- ✅ Günstiges Gas.
- ❌ Nicht im Freien (Wind verweht Schutzgas
Poren!). - ❌ Bindefehler möglich, wenn man zu schnell zieht.
Aufbau
Interaktiv. Klicke auf alle teile und mehr Informationen zu erhalten
