Form- und Lagetoleranzen

Form- und Lagetoleranzen (DIN EN ISO 1101)

Ein Bauteil kann das richtige Maß haben (z. B. 20 mm), aber trotzdem "krumm" sein. Formtoleranzen begrenzen die Abweichung der Gestalt.

1. Formtoleranzen (Ohne Bezug)

Beziehen sich nur auf das Element selbst.

Symbol Name Bedeutung Prüfung
Geradheit Die Kante darf nicht durchhängen. Haarlineal.
Ebenheit Die Fläche muss platt sein (kein Berg/Tal). Tuschierplatte.
Rundheit Der Kreis darf kein Ei sein. Messuhr.

2. Lagetoleranzen (Mit Bezug)

Beziehen sich auf eine andere Kante/Fläche (Bezug A).

  • ⫽ Parallelität: Die Fläche muss parallel zu A sein.
  • ⟂ Rechtwinkligkeit: Muss genau zu A stehen.
  • ◎ Koaxialität: Die Mitte der Bohrung muss genau auf der Mitte der Welle A liegen.
  • ↗ Rundlauf: Wenn man das Teil um Achse A dreht, darf die Messuhr max. X mm ausschlagen. (Wichtig für Wellen!).
Beispiel

[ ↗ | 0,02 | A ]
Bedeutung: Beim Drehen um Achse A darf der Zeiger der Messuhr maximal 0,02 mm schwanken.