Korrosion

Korrosion & Korrosionsschutz

Korrosion ist die Zerstörung von Werkstoffen durch Reaktion mit der Umgebung (meist Sauerstoff + Wasser).

1. Die Korrosionsarten

A. Flächenkorrosion

Der klassische "Rost" an einem Eisenträger. Das Material rostet gleichmäßig ab. (Berechenbar).

B. Lochfraß (Pitting)

Kleine, nadelstichartige Löcher, die tief ins Material gehen.

  • Gefahr: Passiert oft bei Edelstahl, wenn die Schutzschicht verletzt wird (z. B. durch Chlor/Salzwasser).

C. Kontaktkorrosion (Galvanisches Element)

Entsteht, wenn zwei unterschiedliche Metalle sich berühren und Feuchtigkeit (Elektrolyt) dazukommt.

  • Regel: Das unedle Metall löst sich auf (opfert sich).
  • Beispiel: Edelstahlschraube in Aluminiumblech Das Alu blüht auf und zerfällt rund um die Schraube!
  • Abhilfe: Kunststoffscheiben zur Isolierung unterlegen.

2. Korrosionsschutz

A. Passiver Schutz (Überzug)

Man trennt das Metall von der Umwelt.

  • Lackieren / Pulverbeschichten.
  • Eloxieren (nur Alu): Man erzeugt künstlich eine harte Oxidschicht. (Aluminiumoxid ist keramik-hart!).
  • Verchromen / Vernickeln.

B. Aktiver Schutz (Opferanode)

Man nutzt die Elektrochemie.

  • Verzinken (Stahl): Zink ist unedler als Eisen. Bei einem Kratzer "opfert" sich das Zink für den Stahl (Kathodischer Schutz).
  • Opferanoden: Zinkblöcke an Schiffen schützen den Stahlrumpf.

Siehe auch